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Eintracht Inheiden konzertierte in der Paulskirche und auf dem Römerberg
Am 20.8.2006 lud der Sängerkreis Frankfurt zum Frankfurter Chortag 2006 ein. Der Sängerkreis Frankfurt ist die regionale Vertretung des Deutschen Chorverbandes in und um Frankfurt. Der Deutsche Chorverband ist der größte Zusammenschluss singender Menschen weltweit. Im Sängerkreis Frankfurt gestalten in über 50 angeschlossenen Mitgliedschören weit über 1500 Menschen singend ihre Freizeit.
Die mitwirkenden Chöre sangen zunächst auf 24 ausgesuchten Plätzen im Innenstadtbereich und fanden sich dann zum Finale gegen 16.00 Uhr auf dem Römerberg ein.
Als einer der führenden Chöre im Raum Gießen war auch die Eintracht Inheiden geladen, die als einer von 20 Chören am Sternsingen teilnahmen und zusammen mit nur 7 weiteren ausgewählten Chören die Ehre hatten, mit ebenso anspruchsvoller wie spritziger Chorliteratur das fachkundige Publikum auf dem Römerberg zu unterhalten. Neben hunderten von chormusikbegeisterten Zuhörern waren über 1500 Sänger und Sängerinnen der dem Sängerkreis angeschlossenen Vereine und Gastchöre zugegen. Die insgesamt über 2000 Zuhörer waren von den chormusikalischen Darbietungen auf dem Römerberg begeistert.
Höhepunkt der Veranstaltung war das gemeinsame Singen von vier Musiktiteln, je ein Stück pro Chorgattung und ein Finalstück mit allen anwesenden Sängern und Sängerinnen. Das Eröffnungsstück „Zum Sängerfest“ und das Finalstück „Wo man singt, da lass dich nieder“ wurden an jenem Tag uraufgeführt. Beauftragt mit der Komposition waren Dominik Heinz und der schwedische Komponist Nils Kjellström. Dominik Heinz, Mitglied im Fachverband Deutscher Berufschorleiter, ist Chorleiter einiger Chöre in Frankfurt und im Raum Gießen. Er ist auch der Chorleiter in Inheiden und hat an jenem Tag die Teilnahme seines Chores Eintracht Inheiden mit weiteren musikalischen Höhepunkten in Frankfurt verbunden. So organisierte er ein Konzert in der Frankfurter Paulskirche.
Dank der Akustik in der Paulskirche konnten sowohl der Männerchor wie auch „Takt 17“ (der gemischte Chor der Eintracht Inheiden) den Nuancenreichtum ihres gesanglichen Vortrags dem begeisterten Publikum nahe bringen. Aufgrund der historischen Bedeutung der Paulskirche ist das Gotteshaus heute ein Museum, so dass die Nutzung als Konzertraum außergewöhnlich ist. Nur wenigen Chören wurde bisher die Ehre zuteil, in dieser Lokalität zu konzertieren.
Gemütlich wurde es am Abend beim Ausklang im „Grauen Bock“ in der Altstadt von Sachsenhausen. Als Überraschungsgäste schleuste Chorleiter Dominik Heinz „Die Preußen“ in das Lokal ein, die die Gäste aus Inheiden mit Frankfurter Liedern überraschten. Die Preußen sind eine Gesangsformation des Frankfurter Polizeichores e.V. Dieser leistungsstarke Chorverein ist mit seinen Formationen in den großen Konzertsälen Frankfurts zuhause (z.B. Alte Oper, Jahrhunderthalle, Congress Center Messe, etc.). Eine Auswahlformation aus dem ca. 100 Männer starken Männerchor des Frankfurter Polizeichores sind die Preußen. Sie verdanken ihren Namen der Tatsache, dass sie für repräsentative Auftritte über originalgetreue historische Polizeiuniformen aus der Zeit Kaiser Wilhelms verfügen. In den letzten Jahren ist auch ihr Outfit als Äppelwoiwirte sehr bekannt geworden, denn sie singen jedes Jahr bei der Inthronisationssitzung in der ARD den Eröffnungstitel: „Frankfurt is die Nummer aans“. Das Arrangement dieses Titels stammt auch aus der Feder von Dominik Heinz, der als Chorleiter der Preußen und der Inheidener im Grauen Bock ein kleines Chorfestival veranstaltete. Im Wechsel sangen die verschiedenen Gesangsformationen und lernten sich persönlich und musikalisch besser kennen. Auch hier, wie schon zuvor auf dem Römerberg, endete alles in herzlichster Harmonie, als am Ende des Abends alle Chöre noch einige Titel gemeinsam sangen.
Frankfurter Neue Presse Printausgabe vom 21.08.2006
2000 Sänger brachten den Römerberg zum Klingen Frankfurt. Gestern lag in Frankfurt Musik in der Luft – dank des Sängerkreises der Stadt. Und weil die 58 Chöre mit ihren fast 2000 Mitgliedern, die sich im Sängerkreis zusammengeschlossen haben, alle das Motto „Singen ist Leben, Singen ist Freude, Singen ist Hoffnung, Singen ist Frieden“ beherzigen, wollten sie der Stadt ihre Passion nahe bringen. Alle zwei Jahre veranstaltet der Sängerkreis deshalb den Frankfurter Chortag, für den die Chöre singend durch die Stadt ziehen.
Gegen 14 Uhr versammelten sie sich diesmal an sechs Punkten in der Innenstadt, zogen von der Dreikönigskirche, dem Börsenplatz, der Hasengasse, der Taunusanlage, dem Rathenauplatz und der Konstablerwache aus sternförmig auf den Römerberg und trugen ihren Gesang wie eine Visitenkarte vor sich her. An insgesamt 24 ausgewählten Stationen hielten sie an und zeigten die Bandbreite ihres Repertoires sowie der verschiedenen Chöre der Stadt, von traditionellen Formationen wie den Liederkränzen und Sängervereinigungen bis hin zum Ersten Allgemeinen Popchor oder den Liederlichen Lesben.
Zum ersten Mal, seit es die Veranstaltung gibt, konnten sich die Mitglieder der Chöre zum großen Finale auf dem Frankfurter Rathausplatz treffen, wo sie von der Stadträtin Elisabeth Haindl und dem ersten Vorsitzenden des Sängerkreises, Peter Wimmers, begrüßt wurden. Zur Eröffnung des Finales intonierten alle gemischten Chöre das Lied „Zum Sängerfest“, das der Komponist und Chorleiter Dominik Heinz geschrieben hat.
Mit ihren klaren Stimmen sangen die Frauenchöre anschließend den „Mitternachtstango“ und ihre männlichen Pendants brachten das spanische Lied „Eres tu“ zu Gehör. Die Atmosphäre auf dem sonnigen Römerberg überwältigte alle Sänger, inklusive ihrem Chorleiter Dominik Heinz, der von seinem Podest aus den besten Blick über die singende Menge und die zahlreichen Zuschauer ringsum hatte. Als sei es Programm, schlossen alle Chöre mit einer von Nils Kjellström eigens für den Tag komponierte Frankfurter Hymne mit dem Titel „Wo man singt, da lass dich nieder.“ (bö)
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